Das Wichtigste zum K1

Der Japaner Kazuyoshi Ishii veranstaltete 1993 das erste mal ein Turnier, bei welchem die besten Schwergewichtler aus verschiedenen Kampfsport-Stilrichtungen gegeneinander antreten sollten. Ishii wollte mit diesem Tournament eine Basis schaffen, um die verschiedensten Kämpfer aus den unterschiedlichsten Kampfsportarten nach einem feststehenden Vollkontakt-Reglement gegeneinander antreten zu lassen. Damit war das K-1 Tournament geboren, und die japanischen Fans spielten im wahrsten Sinne des Wortes verrückt. Nach einer gewissen Anlaufzeit übertrug der japanische TV-Sender Fuji die K-1 Tournaments und sorgte dafür, dass die K-1 Turniere bald in aller Munde waren.

Das Eröffnungsturnier im Jahr 1993 gewann der Kroate Branko Cikatic, damals betrug die Siegesprämie noch 100.000 US-Dollar. 1994 und 1995 gewann der Holländer Peter Aerts dieses Event, wobei die Siegerprämie 1995 auf 150.000 US-Dollar gestiegen war. 1996 war der Schweizer Andy Hug Turniersieger und 1997 gewann der Holländer Ernesto Hoost, wobei die Siegesprämie schon auf 300.000 US-Dollar gestiegen war.

Das K-1 gewann immer mehr an Popularität, die Kampfprämien stiegen an und K-1 wurde in Japan weitaus populärer als die traditionellen japanischen Kampkünste Judo, Karate und Sumo, was auch die Einschaltquoten im japanischen Fernsehen in Rekordhöhe schnellen lies. Die Finalkämpfe im Tokyo-Dom sind mit über 66.000 Zuschauern regelmässig ausverkauft, obwohl das japanische Fernsehen die Kämpfe live überträgt. Das K-1 verbreitete sich auch ausserhalb Japans auf der ganzen Welt und seit einiger Zeit wurden auch die Deutschen Medien darauf aufmerksam.

Das K-1 ist offen für alle Kampfsportarten, jedoch stammen die meisten und erfolgreichsten K-1 Kämpfer aus dem Thai-Boxen. Das Regelwerk des K-1 kann man sozusagen als eine etwas abgespeckte Variante des Thai-Boxens bezeichnen. Im Gegensatz zum Thai-Boxen sind im K-1 zum Beispiel keine Ellenbogentechniken und Clinchtechniken erlaubt. Man darf zwar im K-1 festhalten, doch dies nur für den Bruchteil einer Sekunde.

Für die Schwergewichtler im Thai-Boxen ist das K-1 eine gute Gelegenheit parallel zum Thai-Boxen zusätzlich eine K-1 Karriere einzuschlagen, was im Hinblick auf die hohen Kampfbörsen in Japan nicht uninteressant ist.